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03.08.2009

Lissabon hat sich mit der diesjährigen Eröffnung des Mode- und Design-Museums MUDE zu einem der Design-Hotspots Europas entwickelt.

Derzeit können Besucher zwei verschiedene Ausstellungen besichtigen. Bis zum 13. September ist die vom Züricher Museum für Gestaltung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung organisierte Ausstellung Kopf an Kopf – Politikerportraits (Ombro a ombro – Retratos políticos) in Lissabon zu Gast.

Die Ausstellung spielt auf ironische Weise mit Bildern von Politikern wie Hitler, Lenin, Che Guevara, Arnold Schwarzenegger oder Obama. Die Portraits zeigen, welcher kommunikativen Muster sich Politiker bedienen, um die Gunst der Bevölkerung zu erlangen. Aus deutscher Sicht besonders interessant ist eine Schwarz-Weiß-Bildreihe von Angela Merkel, die von der Münchener Fotografin Herlinde Koelbl aufgenommen wurde.

Die Bilder entstanden unter dem Motto Spuren der Macht. Koelbl begleitete Angela Merkel über 17 Jahre mit der Kamera. Die in diesem Zeitraum entstandenen Bilder sollen die offensichtlichen Veränderungen aufzeigen, die die politische Verantwortung mit sich bringt.

Die Ausstellung Antestreia (Preview) ist bis zum 11. Oktober für Besucher zugänglich. Gezeigt werden Stücke von Russel Wright und Jean Prouvé über Hans Wegner, Le Corbusier und Charlotte Perriand bis hin zu Charles & Ray Eames, Alessandro Mendini und Marc Newson, die signifikante Änderungen in Design und Mode des 20. Jahrhunderts ankündigen.

Highlights aus dem Bereich Mode, auf dem das Hauptaugenmerk dieser Ausstellung liegt, sind ein Cocktailkleid von Pierre Balmains, ein Kult-Minirock von André Courrèges, Hippie Kleidungsstücke von S’Angelo und Bill Gibb sowie ein Badeanzug aus der Kollektion Rudi Gernreichs.

Das Museum befindet sich zentral gelegen in einem prachtvollen ehemaligen Bankgebäude in der belebten Einkaufsstraße Rua Augusta. Die Ausstellungen sind auf mehrere Etagen verteilt. Neben regulären Ausstellungen sind ein abwechslungsreiches kulturelles Programm sowie Buchläden, Cafés und Konferenzräume geplant. Im nächsten Jahr sollen zusätzliche Bereiche wie beispielsweise ein Auditorium für Bildungszwecke eröffnet werden.


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